Am 8. Dezember d.J. waren wir mit unseren Hunden zur Drückjagd am Unterberg zu Gast. Sonst immer als Treiber mit unseren Hunden mit dabei, haben wir uns diesmal angesetzt um die trächtige Hündin zu schonen. Claire ist noch zu jung zum durchdrücken und Jalinaar alleine wollten wir auch nicht gehen lassen.

… und auch Ansitzen will geübt sein …

Wir bezogen aufgeteilt und getrennt unseren Hochstand bzw. die Kanzel und richteten uns für die nächsten Stunden ein. Claire hatte es nicht so mit ruhig liegen bleiben und inspizierte gründlich die Kanzel und die angrenzende Umgebung. Nach kurzer Zeit zeigten alle Hunde gleichzeitig Wild an und siehe da, kurz darauf zogen eine Gais und ihr Kitz Richtung Fütterung.

Markus konnte die Gais erlegen und da diese nach dem Schuss noch etwas den Hang  abrutschte, sahen wir die Chance nach dem Trieb mit Jalinaar und Claire die kurze Fährte auf warmen Wild auszuarbeiten.

Gewohnt sicher folgte Jalinaar der Fährte und führte Markus ohne Probleme zum Stück. Etwa 1 Std. später arbeiteten wir dieselbe Fährte mit der 9-monatigen Hündin Claire aus. Dies war ihre erste Arbeit auf der warmen Fährte.

Mit anfänglicher Unsicherheit untersuchte Claire den wirklich großen Anschuss. Mit etwas Hilfe konnte sie aber den Fährtenverlauf finden und sie sog sich sofort an. Mit Verwunderung stellten wir fest, dass sie den Bodenverwundungen mehr Aufmerksamkeit schenkte, als dem verlorenen Schweiß. Trotz der fehlenden Erfahrung führte mich Claire sicher den Hügel hinab durch eine Nadelbaumgruppe hin zum Stück. Am Stück war sie noch etwas unsicher und wurde sogleich mit großer Freude meinerseits bestätigt.

Insgesamt war dieser Tag ein tolles Jagderlebnis für uns alle. Ein gemütlicher Schüsseltrieb mit Wildgulasch und dicken Schneeflocken rundete den Tag für uns ab.